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Was blüht denn da?


Orchideen auf den Wanderungen im Seranne-Gebiet
Bilder und Infos zusammengestellt von J. Goldsche (Mai 2010)

 Anacamptis pyramidalis   Himantoglossum hircinum  Ophrys apifera  Serapias lingua  Orchis italic

  • Pyramidenorchis (Anacamptis pyramidalis) ist eine Nektartäuschblume. Mit ihrem langen Sporn und einem Nektarduft lockt sie z.B. Schmetterlinge an, die bei dem Versuch, an den Nektar zu kommen, die Pollen aufnehmen und weitertragen.
  • Die Bocksriemenzunge wächst gerne in aufgelassenen Weinbergen, liebt es heiß und trocken. Sie riecht für unsere Begriffe nicht angenehm.
  • Bienenragwurz (Ophrys apifera) täuscht den Bienenmännchen ein Weibchen vor und verleitet sie so zu einem Begattungsversuch. Dabei werden die Pollen aufgenommen und beim nächsten Versuch auf eine andere Blüte übertragen. Die Bienenragwurz kommt allerdings auch ohne Fremdbestäubung aus.
  • Echter Zungenstendel (Serapias lingua) blühte in der letzten Maiwoche auf einer Magerwiese, die vermutlich früher auch Weinberg gewesen ist. Ihre Blüte dient oft Insekten als Übernachtungsplatz und wird vermutlich so befruchtet.
  • Schließlich das Italienische Knabenkraut (Orchis italica). Die Blüte hat Ähnlichkeit mit einem Mensch mit Kopf, Armen und Beinen und ist purpurn gefleckt. Sie wächst in Kiefernwäldern, Gebüschen und auf Grasfluren.
Weitere typische Pflanzen im Buèges-Tal und in angrenzenden Höhenzügen
(Seranne, Causses de la Selle)

Thymian vulgaris  Aristolochia rotunda  Erdbeerbaum mit Charaxes jasius   Erdbeerbaum

Gladiolis ssp  Schopfige Traubenhyazinthe  Aphyllanthes monspeliensis   Doldiger Michstern

Tulpe  Federgras  Koeleria glauca

    

Thymian, ein aromatischer Zwergstrauch, gehört zu den Lippenblütlern. Mit seiner Blütenröhre ist er eine beliebte Nektarpflanze für Insekten.
Hier saugt das Lavendel-Widderchen an der Blüte.

Die rundblättrige Osterluzei wächst in der Mittelmeerregion an schattigen Standorten wie z.B. Waldrändern.
Sie ist Futterpflanze für die Raupen des Westlichen Osterluzeifalters.

Der Erdbeerbaum (Arbutus unedo) ist eine der immergrünen Straucharten des Maquis. Er gehört zur Familie der Heidekrautgewächse
und trägt rote, erdbeerähnliche Früchte. Er dient der Raupe der Erdbeerbaum-Falters als Futterpflanze; dies ist aufgenommen im Juli 2009.

Die Wilde Gladiole findet man an Wegrändern und Grasfluren. Sie wächst aus einer Knolle und besitzt schwertförmige Blätter.

Die Schopfige Traubenhyazinthe besiedelt vorwiegend aufgelassene Weinberge, Kalkmagerrasen und Wegränder.
Sie trägt einem Schopf aus sterilen Blüten über den Blüten, die später Samen erzeugen.

Die Binsenlilie (Aphylanthes monspelliensis) wächst in Horsten an Wegrändern. Die Blüten mit sechs Kronblättern haben eine intensive blaue Farbe.
Ohne Blüten könnte man die Stängel mit ihren schmalen Blättern für Binsen halten.

Der Doldige Milchstern gehört auch zu den Liliengewächsen. Er wurde aus dem Mittelmeergebiet auch im übrigen Europa eingebürgert.

Die Wilde Tulpe wächst auf felsigen Hügeln, in Gebüschen und Weinbergen. Sie ist ziemlich selten und wie viele hier beschriebene Arten geschützt.

Federgras wächst an steinigen oder felsigen Standorten. Seine Blätter sind meist längs eingerollt,
die Samen verbreiten sich im Wind durch lange federähnliche Grannen.

Das Schillergras wächst auf trockenem Kalkmagerrasen.