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Schmetterlinge auf den Wanderungen im Seranne-Gebiet
Bilder und Infos zusammengestellt von J. Goldsche (Mai 2010)

 Zerynthia rumina    Iphiclides podalirius      

        

1. Der Gelbe Aurorafalter (Anthocharis euphenoides) war relativ häufig auf mageren Wiesen unterwegs. Wir konnten eine Paarung beobachten, Eier und Raupen fanden wir an Brillenschötchen, eine Pflanze, die vorwiegend an schotterigen Hängen wächst. Er gehört zu der Familie der Weißlinge und ersetzt im Süden den bei uns heimischen Aurorafalter.
2. Der Segelfalter (Iphiclides podalirius) ist ein Vertreter der Ritterfalter (wie der Osterluzeifalter). Die Form seiner Flügel erlaubt ihm, besonders geschickt zu segeln. Er lebt an sehr trockenen Hängen, seine Raupen fressen an verschiedenen Rosenartigen (Rosaceen), z.B. an Schlehen.
3. Als Vertreter der Familie der Bläulinge soll hier der Brombeer-Zipfelfalter (Callophris rubi) stehen. Er fliegt auch bei uns und überwintert als Puppe. Damit ist er eine der relativ früh fliegenden Arten. Wie alle Bläulinge ist er sehr klein, hat geringelte Beine und Fühler; er ist mit der leicht schillernden Grünfärbung in der Vegetation hervorragend getarnt.
4. Der Blauschillernde Eisvogel (Limenitis reducta) ist bei uns sehr selten, im beschriebenen Gebiet kommt er häufiger vor. Er legt seine Eier an Heckenkirsche und Geißblatt und bevorzugt schattige Gebüsche, obwohl er Wärme liebend ist.

5. Der Flockenblumen-Scheckenfalter (Melithaea phoebe) ist eine wärmeliebende Art, die bei uns nur in bevorzugten Gebieten (z.B. Altmühltal)vorkommt. Scheckenfalter gehören zur Familie der Edelfalter, die Raupen dieser Art leben an Flockenblumen und Wegerich. Wie viele der gefundenen Arten liebt er brach liegende oder extensiv bewirtschaftete Flächen, die es in Südfrankreich noch häufiger als bei uns gibt.
6. Das Spanische Ochsenauge (Pyronia bathseba) flog ab der letzten Mai-Woche in der Nähe des Flüsschens Buèges. Es gehört zu den Augenfaltern und kommt nur im westlichen Mittelmeergebiet vor. Seine Raupen leben an verschiedenen Grasarten.
7. Eine weitere Familie, die Dickkopffalter, ist im Buègestal durch den Kleinen Südlichen Würfeldickkopf (Pyrgus malvoides) vertreten. Seine Raupen leben an Fingerkraut und Erdbeere; der zthgist besonders gut getarnt durch seine Musterung und fliegt meist huschend davon.
8. Der Spanischer Osterluzeifalter (Zerynthia rumina) legt die Eier an der Osterluzei-Pflanze ab, an der auch die Raupen fressen. Er ist durch seine Musterung gut getarnt. Er kommt nur im Südwesten Europas vor.

weitere Infos zu den Insekten in der Region: www.gangescevennes.eu/insectes.html